Die “Generation Plus” oder die “Best Ager”

Die Zahl der älteren Mitbürger ist in den letzten Jahren erheblich gestiegen. Sie werden der „Generation Plus“ (50 Jahre und älter) zugeordnet und oft als Best Ager bezeichnet. Vom Trend her kann man sagen: Die Bevölkerung wird älter, die Einwohnerzahl nimmt ab; die Jungen werden weniger, die Älteren werden mehr. Dank der gestiegenen Lebenserwartung ist die Chance auf ein langes Leben so hoch wie nie zuvor, so die Gesundheitsberichterstattung des Bundes – gemeinsam getragen vom RKI (Robert Koch-Institut) und DESTATIS (Statistisches Bundesamt): Gesundheit in Deutschland, 2015.

Ältere Menschen-Best Ager
Ältere Menschen – Best Ager

Auf Grund gestiegener Lebenserwartung bei stabilerer Gesundheit, besserer wirtschaftlicher Situation und als zahlenmäßig große Gruppe sind sie ein bedeutender Wirtschaftsfaktor geworden. So verwundert es nicht, dass Menschen dieser Generation in den Fokus der Wirtschaft und insbesondere der Werbung gerückt sind. Diese „Generation Plus“ wird daher auch  als „Silver Ager“ oder als „ Best Ager“ bezeichnet. Dabei fehlt häufig eine exakte Altersangabe; wann sich ein Mensch in dieser Phase des Lebens befindet, hängt wesentlich von seinem persönlichen Lebensgefühl und von seinem Verhalten ab. Fakt ist, dass bereits 2050 die „Generation Plus“ (in dieser Untersuchung 55 und älter) in Deutschland 45% der Bevölkerung ausmachen wird.

Frau Dr. Kristina Schröder1 ehem. Ministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2009-2013) dazu:
Unsere Gesellschaft wird älter, aber deshalb noch lange nicht grauer. In den Betrieben, in Geschäften, auf Straßen und in Wohnvierteln zeigt sich, dass die Lebensphase Alter so bunt ist wie das Leben selbst. Diese Vielfalt ist eine Chance für die Weiterentwicklung unserer Gesellschaft. Ältere Menschen werden, weil ihr Anteil an der Bevölkerung wächst, einen neuen Platz in der Gesellschaft der Zukunft einnehmen.
Doch wer in jungen Jahren an das Alter denkt, hat meistens Bilder von Krankheit und Gebrechen vor Augen. Immer noch wird das Alter oft ausschließlich mit  Krankheit, Gebrechlichkeit oder Pflegebedürftigkei in Verbindung gebracht. Dabei können wir auf Kompetenz, Kreativität und Innovationskraft der Menschen jenseits der Lebensmitte bauen. Auch wenn wir Hilfe und Pflege für alle Bedürftigen verlässlich gestalten wollen, sollten wir uns von dieser großen Herausforderung nicht die Sicht auf Chancen und Potentiale des Alters verstellen lassen. Wir brauchen Altersbilder, die die Vielfalt der Lebensformen im Alter widerspiegeln.

In einer neueren Langzeitstudie: “Frauen und Männer in der zweiten Lebenshälfte – Älterwerden im sozialen Wandel. Zentrale Befunde des Deutschen Alterssurveys (DEAS) 1996-2017″ 2  werden diese sich entwickelten Altersbilder dargestellt. Dazu die Familienministerin, Frau Dr. Franziska Giffey zum Grußwort dieser Studie u.a.:  ….wer sich ein langes Leben wünscht, kommt am Älterwerden nicht vorbei. Und doch machen wir uns oft wenig Gedanken darüber. Wie werden wir alt? Hoffentlich gesund! Wie geht es uns dabei? Hoffentlich gut! Der Deutsche Alterssurvey (DEAS) 2017 gibt Antworten auf diese Fragen. Seit mehr als 20 Jahren begleitet die Studie – gefördert vom Bundesfamilienministerium – Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Älterwerden. ….. Und weiter unten:

…. So individuell Lebensentwürfe damals wie heute sind: Die Erkenntnisse der DEAS Langzeitstudie liefern uns spannende Einblicke in gesellschaftliche Entwicklungen. Sie bestärken uns, gute Bedingungen zu schaffen ….. Dass sie teilhaben an unserer Gesellschaft – und auch ihren Teil geben. Damit tun wir etwas gegen Einsamkeit und für ein zufriedenes und gesundes Altwerden – von Männern und Frauen.

Dank der gestiegenen Lebenserwartung steht für viele „Best Ager“ ein neuer Lebensabschnitt bevor. Und dieser Lebensabschnitt umfasst in der Regel viele Jahre. Erfreulich dabei ist auch, dass durchaus die Chance besteht, diesen Lebensabschnitt überwiegend gesund erleben zu können.

Dabei soll nicht verkannt werden, dass alterstypische Beschwerden auftreten können. Um diese zu minimieren und diesen Lebensabschnitt möglichst lange als „Best Age“ zu erleben, sollten einige Vorkehrungen zur Gesundheitsvorsorge getroffen werden. Wichtig erscheint es mir, sich in diesem Lebensabschnitt mit Fragen der Gesunderhaltung auseinanderzusetzen und sich beraten zu lassen. Dafür gibt es viele Möglichkeiten. Es sind dies z. B. gemeindenahe Beratungsstellen, Volkshochschulkurse, einschlägige Literatur, oder aber auch individuelle Beratung. Diese kann erfolgen durch den Hausarzt, durch Fachärzte, Psychologen oder auch durch Heilpraktiker.

Als Heilpraktiker für Psychotherapie bin ich an der Erhaltung und Pflege von Gesundheit und Lebensqualität aller Menschen, insbesondere meiner Klienten, in hohem Maße interessiert. Wohlbefinden ist eine meiner Maximen. So behandele ich ausdrücklich auch mit alternativen und komplementären Heilmethoden und biete diese in meiner psychotherapeutischen Behandlung an. Und es gibt immer das obligate Vorgespräch, kostenfrei!

 


1  Schröder, Kristina in: Statistisches Bundesamt, Im Blickpunkt: Ältere Menschen in Deutschland und der EU, 2011

2     Bundesministerium (BMFSFJ) (2019): Frauen und Männer in der zweiten Lebenshälfte – Älterwerden im sozialen Wandel..